Death Metal Angola

Dokumentarfilm | USA 2013 | 86' | OmeU

Der zentralafrikanische Staat Angola wurde jahrzehntelang von einem grausigen Bürgerkrieg heimgesucht, der Millionen und Abermillionen Leben kostete. Bombenangriffe, Landminen, Scharfschützen, sterbende Angehörige und Freunde, Straßen voller Leichen – jeder hier kann Gräuelgeschichten erzählen. Und eine Gruppe junger Künstler hat dafür die scheinbar perfekte Ausdrucksform gefunden: Martialische Metal-Musik mit traumatisierenden Texten. Die Musik ist ein bewusst extremer Angriff, ein Aufschrei und eine Kopie des Kriegslärms – eine kollektive Verarbeitungsstrategie. Der amerikanische Dokumentarist Jeremy Xido kontrastiert sein lautes Sujet mit vielen ruhigen Bildern, als er den beiden Metal-Freaks Sonia Ferreira und Wilker Flores folgt, die eigentlich ein Waisenhaus leiten, es sich aber in den Kopf gesetzt haben, das erste nationale Death Metal-Festival Angolas auf die Beine zu stellen – ausgerechnet in der noch immer ausgebombten Stadt Huambo. Das Ergebnis ist manchmal von leiser Komik, manchmal inspirierend und träumerisch, aber immer faszinierend anzusehen.

Producer
Jeremy Xido, Joseph Castelo
Director
Jeremy Xido
Script
Jeremy Xido
Photography
Johan Legrai, Jeremy Xido
Editor
Todd Holmes
Sound
Oswald Juliana, Timothy Bright
Music
Christian Frederickson
Principal Cast
Sonia Ferreira, Wilker Flores, Alberto Jongolo, Jayro Cardoso, Queiros Ladino Cumpanhe
Production Companies
Cabula6/Coalition Films

International Sales

Wide House
9 Rue Bleue
Paris 75009
France
www.WideHouse.org

Ausgewählte Filmografie Jeremy Xido

CRIME EUROPE (2006), MACONDO (2007), DRAMA QUEEN (2010)