Ich Will Mich Nicht Künstlich Aufregen

Spielfilm | DE 2014 | 84' | OV

Der Film für das bestens ausgebildete, aber von Praktikum zu Praktikum stolpernde Kulturprekariat von heute. ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN handelt von einer jungen freischaffenden Kuratorin, deren Ausstellungsprojekt die Fördergelder entzogen werden, weil sie gegenüber ihren Finanziers nicht kuschen will. Doch diese Handlung ist nur das lose Gerüst für eine in den Dialogen zum Teil manifestartig vorgetragene Kritik am Status quo der »Kreativwirtschaft« und deren politischer Verwaltung. Dabei knüpft der Regisseur Max Linz auch ästhetisch an eine Zeit an, als radikale Kritik noch als sexy galt. Der Film steigt ein mit einer Diskussion über Fassbinders TV-Serie ACHT STUNDEN SIND KEIN TAG, und nicht nur die Farbgestaltung erinnert an Godard. Weitere deutliche Vorbilder sind Alexander Kluge, Christoph Schlingensief und René Pollesch. ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN verkommt aber nicht zum Zitate-Reigen, dafür ist Max Linz’ dffb-Abschlussfilm zu schlau, selbstreflexiv und humorvoll. Ein im deutschen Kino ziemlich einmaliger Versuch, einen politischen Film jenseits des politisch korrekten Themenkinos  zu machen.

Director
Max Linz
Script
Max Linz
Producer
Maximilian Haslberger
Photography
Carlos Andrés López
Editors
Max Linz, René Frölk
Sound
Jaime Guijarro Bustamante
Music
Tamer Fahri Özgönenc
Production Design
Jil Bertermann, Merle Vorwald
Costumes
Pola Kardum
Make Up
Ferdinand Föcking
Principal Cast
Sarah Ralfs, Pushpendra Singh, Barbara Heynen, Kerstin Grassmann, René Schappach, Hamza Chehad

International Sales

Amerikafilm GmbH
Fürbringerstr. 32
10961 Berlin
Germany
www.amerikafilm.de

Domestic Sales

Arsenal Distribution
Institut für Film- und Videokunst e.V.
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
www.arsenal-berlin.de

Ausgewählte Filmografie Max Linz

DIE FINANZEN DES GROSSHERZOGS (2011), DAS OBERHAUSENER GEFÜHL – EINE DEPRESSENTATION IN ZEHN FOLGEN (2012)