international actors award.cologne

Peter Simonischek

Der diesjährige Gewinner des international actors award.cologne ist Peter Simonischek. Der Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die in herausragender Weise durch ihre schauspielerischen Leistungen Bekanntheit und Anerkennung im internationalen Film- und TV-Geschehen erlangt haben. Der Preis wird seit 2013 vergeben, von Köln Plus Partner gestiftet, und ist mit 10.000€ dotiert.


Wenn man Peter Simonischek nun weltweit mit schiefen Zähnen und schlecht sitzendem Kunsthaar assoziiert, dann ist Toni Erdmann daran schuld. Die Figur und Maren Ades gleichnamiger Film haben den österreichischen Schauspieler im Mai 2016 in Cannes ins internationale Rampenlicht katapultiert: Der immer etwas spitzbübisch wirkende Simonischek spielt da einen gewissen Winfried, der ein Alter ego namens Toni Erdmann erfindet, um seiner erwachsenen Tochter wieder näher zu kommen. Das erlaubt dem Darsteller ein äußerst nuancenreiches Spiel – er verkörpert ja quasi zwei Rollen in einer und die Wechsel finden auf offener Szene statt. Eine Herausforderung und sichtlich auch ein Genuss für einen, der bereits auf eine lange Karriere an bedeutenden deutschsprachigen Bühnen verweisen kann, im Kino aber erst in den letzten Jahren wieder regelmäßiger zu sehen ist: etwa in Hans Steinbichlers HIERANKL, Götz Spielmanns OKTOBER NOVEMBER, der Edelstein-Trilogie oder DIE WELT DER WUNDERLICHS, dem jüngsten Film von Dani Levy.

Dabei beeindruckte Peter Simonischek schon 1983 in Axel Cortis HERRENJAHRE – einer TV-Produktion mit Kinoformat – als Kleinbürger mit unbedingtem Aufstiegswillen. Zu jener Zeit gehörte der am 6. August 1946 in Graz geborene Sohn eines Zahnarztes dem Ensemble der Berliner Schaubühne an und arbeitete mit Regiegrößen wie Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy oder Andrea Breth. Seit 1999 ist der Vater dreier Söhne am Wiener Burgtheater engagiert – dort sind derzeit auch die falschen Zähne von Toni Erdmann zu bewundern, wenn Simonischek in DER DIENER ZWEIER HERREN als Pantalone auftritt.

Peter Simonischeck berichtete am 14. Oktober um 16 Uhr bei einem öffentlichen Werkstattgespräch über seine Arbeit.


Preisträger der vergangenen Jahre:

2015     Nora von Waldstätten
2014     Martina Gedeck
2013     Isabelle Huppert