phoenix Preis

Pieter-Jan De Pue

2016 geht der phoenix Preis an den belgischen Fotografen und Dokumentarfilmer Pieter-Jan De Pue. Gestiftet wird der Preis vom deutschen Fernsehsender phoenix und zeichnet einen international prägenden Künstler aus dem Bereich Film oder Fernsehen aus.


Mehr als sieben Jahre lang hat Pieter-Jan De Pue immer wieder im Garten Gottes verbracht. Dieser Garten Gottes liegt nach einer alten Sage im heutigen Afghanistan. Einem Ort, mit dem wir langjährige Kriege, Terror und Tote assoziieren. In seinem naturalistischen und zugleich mystischen Werk THE LAND OF THE ENLIGHTENED macht De Pue uns die Ironie, dass gerade dort der Garten Gottes liegt, in beeindruckenden Bildern spürbar. Der Debütfilm DE PUES, den er komplett auf 16mm-Film gedreht hat, changiert nicht nur zwischen Fiktion und Dokumentarfilm sondern auch zwischen unfassbarer Naturschönheit und schrecklich banaler, moderner Kriegsrealität.

Der 1982 in Gent/Belgien geborene diesjährige phoenix Preisträger Pieter-Jan De Pue arbeitete nach seinem Studienabschluss an der Erasmusschool in Brüssel zunächst an Fotoreportagen und Werbeaufträgen. Seine Fotoreportagen brachten ihn unter anderem in  den Gazastreifen und an den Amazonas. Schon seit 2005 wurden seine Fotografien, etwa in Paris oder Brüssel, ausgestellt. Seine Fotoarbeiten begleiteten Reportagen für Zeitungen wie Le Monde oder De Morgen. In seinem Werkstattgespräch berichtet er nicht nur von den langwierigen Dreharbeiten für seinen Debütfilm sondern auch von seinem fotografischen Ansatz, mit Bildkompositionen unsere Welt zu erfassen.

Pieter-Jan De Pue ist mit seinem Film THE LAND OF THE ENLIGHTENED im Festivalprogramm vertreten.

Er berichtete zudem bei einem öffentlichen Werkstattgespräch am Freitag, den 14. Oktober über seine Arbeit.


Preisträger der vergangenen Jahre:

2015 – Joshua Oppenheimer