Kurzfilme von Jane Campion

Viele renommierte Filmemacher haben ihre Karriere mit beeindruckenden Kurzfilmen gestartet, und oft ist in diesen Frühwerken bereits der Kern ihres späteren Schaffens enthalten – so auch bei Jane Campion: Während THE WATER DIARY aus dem Jahr 2006, die Geschichte einer Dürre durch die Augen eines Mädchens, Campion bereits auf der Höhe ihrer Kunst zeigt, sind die anderen Beiträge allesamt in ihrer Filmschulzeit im Australien der 80er entstanden. A GIRL’S OWN STORY, PASSIONLESS MOMENTS und der Goldene-Palme-Gewinner PEEL zeigen Einflüsse von assoziativen Filmemachern wie David Lynch oder Maya Deren, aber auch schon Campion-typische Erzähltechniken und visuelle Einfälle – und dazu einen leisen, perfiden Humor, den man nicht erwartet hätte.