Filmpreis NRW für den Besten Dokumentarfilm

PETER HANDKE – BIN IM WALD. KANN SEIN, DASS ICH MICH VERSPÄTE…

Zum zweiten Mal wird der Filmpreis NRW für den Besten Dokumentarfilm vergeben. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt Produzenten, deren Werke mit maßgeblicher Beteiligung von NRW entstanden sind. Träger des Preises sind das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die Film- und Medienstiftung NRW.

Die Verleihung findet am 6. Oktober im Rahmen des abschließenden Preisverleihungsabends des Film Festival Cologne statt. Die unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Sven von Reden gab nun den diesjährigen Gewinner bekannt:

PETER HANDKE – BIN IM WALD. KANN SEIN, DASS ICH MICH VERSPÄTE…

 

Die Jurybegründung:

Man kann es sich sicher leichter machen, als einen Film über einen Schriftsteller zu drehen, über die stille und einsame Beschäftigung des Schreibens. Zumal, wenn dieser Schriftsteller Peter Handke heißt. Mehrmals scheint es, als würde der Österreicher die Regisseurin Corinna Belz nach eigentlich harmlosen Fragen aus seinem Haus schmeißen. Doch sie lässt sich nicht irritieren. Die Geduld hat sich gelohnt: „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte“ wird der komplexen Persönlichkeit von Peter Handke als auch dessen Metier gerecht. Wir Zuschauer lernen im Laufe des Films, was es heißt, mit Worten zu arbeiten.

 

Über den Preissträger:

PETER HANDKE – BIN IM WALD. KANN SEIN, DASS ICH MICH VERSPÄTE… der Kölner Regisseurin Corinna Belz ist eine Produktion der zero one film. Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützte das Projekt mit 150.000 Euro, weitere Partner waren BKM, DFFF und Media und der SWR. Den Weltvertrieb hat die Kölner The Match Factory.

 

In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ waren außerdem nominiert:

BEUYS von Andres Veiel (zero one film, TERZ Film)
PAWLENSKI – DER MENSCH UND DIE MACHT von Irene Langemann (Lichtfilm)

 

Neben dem Vorsitzenden Sven von Reden (freier Filmjournalist) gehören der Jury an: die Fachjournalisten Frank Olbert (Kölner Stadt Anzeiger), Dorothee Krings (Rheinische Post), Anke Leweke (freie Journalistin), Dominik Porschen (Filmlounge Köln). Die Jury konnte Filme berücksichtigen, die zwischen dem 1. September 2016 und dem 31. August 2017 ins Kino gekommen sind, von einem Unternehmen mit Sitz in NRW hergestellt oder zu wesentlichen Teilen in NRW produziert bzw. gefördert wurden.


Preisträger des letzten Jahres:

2016     Tobias und Christiane Büchner für FAMILY BUSINESS