Workshop 2: Serie, Telenovela, Soap Opera

Dienstag, Juni 11, 09.00-17.30 Uhr,
Im Rahmen der Konferenz „Die Zukunft des Qualitätsfernsehens“


Mit Mammut-Serien versuchen multinationale Konzerne, weltweit Märkte zu erobern. Während in einigen Ländern Europas (Großbritannien mit „Coronation Street“ oder „East Ender“, Deutschland mit „Lindenstraße“) die alltagsnahen Fernsehproduktionen zu Fernsehklassikern avancierten – dabei aber weitgehend an ein kulturell homogenes Publikum gebunden bleiben -, gelang der nord- und danach der lateinamerikanischen „soap opera“ bzw. „telenovela“ (Brasilien mit „Escrava Isaura“, „Direito de amar“, en USA mit „Dallas“, „Denver“ und schließlich „Twin Peaks“) eine globale Vermarktung. Welchen unterschiedlichen Produktionssystemen entwachsen die realitätsorientierten Serien in Europa, welche nationalen Entwicklungschancen bieten sich? Sind internationale Coproduktionen auf diesem Gebiet überhaupt sinnvoll? Erliegt die für den Weltmarkt produzierte „soap opera“ (bzw. „telenovela“) letztendlich einer endlosen Simplifizierung und systematischen Kopie?

Präsentiert werden:

Twin Peaks (USA)

Valetudo (Brasilien)

A TV Dante (Großbritannien)

Brookside (Großbritannien)

Berlusconi (Italien)