Lift

Dokumentarfilm | GB 2001 | 30'

  • Dienstag, 18. Juni 2002 19:00 Uhr

Als sich der Filmemacher Marc Isaacs dazu entschloss eine Dokumentaion über den Fahrstuhl in einem Hochhaus zu drehen, wusste er noch nicht, wie die Bewohner reagieren und was sie aus ihrem Leben enthüllen würden. Er setzte sich einfach mit seiner Kamera in den Fahrstuhl und wartete auf den richtigen Moment, um Fragen zu stellen. Das Ergebnis ist so humorvoll wie anrührend. Nachdem die Bewohner ihren anfänglichen Argwohn überwunden haben, verwandelt sich der Fahrstuhl in einen Ort für Albernheiten wie für Nachdenklichkeit. Gefangen in einem eng umgrenzten Raum, dem Zeitkontinuum für die Sekunden der Fahrstuhlfahrt scheinbar entrissen, enthüllen die verschiedensten Charakteren die Dinge, die ihnen wichtig sind. Jedesmal, wenn sich die Fahrstuhltüren öffnen, erwarteten wir als Zuschauer gespannt die nächste Reaktion: Ein Mann über Dreißig, auf der Suche nach eine Partnerin, kommt vom nächtlichen Ausgehen zurück; eine ältere jüdische Frau beginnt vom Filmemacher zu träumen; ein Alkoholiker schildert seine wertvollsten Kindheitserinnerungen; ein asiatischer Mann nähert sich mit kleinen Geschenken. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Reise zwischen den Etagen – Sie werden vergessen, dass es eine Welt außerhalb des Fahrstuhls gibt. Dennoch eine kleine Warnung… dieser Film ist nicht für Menschen mit Platzangst geeignet. Regisseur Mark Isaacs (34) wurde nur einen Steinwurf vom Schauplatz von Lift entfernt im Londoner East End geboren. Vor Lift, seinem Beitrag für die Primetime-Nachwuchsreihe von Channel 4 sammelte er als Assistant Producer bei der BBC und Channel 4 bereits Erfahrungen im Bereich Dokumentationen.

Director
Mark Isaacs