Wem gehört das geistige Eigentum, und gibt es das überhaupt?

  • Dienstag, 02. Oktober 2012 15:00 Uhr

In Kooperation mit dem WDR Westdeutscher Rundfunk, dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik und der Produzentenallianz


Seit sich »Piraten« in der offiziellen Politik erfolgreich bewegen, »drehen am alle am Urheberad«, wie es der Blogger und Moderator Johnny Haeusler in der der seit Monaten an-schwellenden Debatte um den Wert von intellectual property jüngst formulierte. Zunächst durch die Kampagnen der Kinowirtschaft gegen »Raubkopierer« popularisiert, reichen die Vorschläge für Reformen des Urheberrechts von völliger Eliminierung über eine »Kulturflatrate« bis zu einer Verbesserung der Rechtsstellung »wirklicher Urheber«. Dagegen betonen Verleger und Produzenten ihre Funktion als kreative Organisatoren.  Während klar ist, dass die Debatte durch die Möglichkeiten der elektronischen Netzkommunikation technologisch bestimmt wird, steht dahinter doch eine soziologische und zusätzlich durch Generationenkonkurrenz befeuerte Frage nach der alten Medienordnung und neuen Räumen der Teilhabe. Damit ist neu zu definieren, welchen Wert »geistiges Eigentum« in der spätmodernen Gesellschaft noch haben soll und wie es noch »geschützt« werden kann.

Wir freuen uns auf Dr. Joe Bausch (Schauspieler, Autor und Mediziner), Christian Solmecke (Anwalt für Medienrecht), Hubertus Meyer-Burckhardt (Vors. Geschäftsführung Polyphon und Moderator) und Boris Turovskiy (Leitung der Landesgeschäftsstelle der Piratenpartei Bayern & Leiter der AG Urheberrecht).