FILMPREIS KÖLN

Luca Guadagnino

Er verstehe genau, wie Kino funktioniert – und sei mutig genug, seine Visionen auch umzusetzen, sagt Tilda Swinton über Luca Guadagnino. Sie muss es wissen: Insgesamt fünfmal hat sie schon mit dem Italiener zusammengearbeitet, von seinem Spielfilmdebüt THE PROTAGONISTS (1999) bis zu SUSPIRIA (2018), der gerade beim Filmfestival von Venedig für Furore sorgte. Auf ein Genre oder eine Form ist Guadagnino nicht festzulegen. Er hat Dokumentarfilme über Künstler wie Arto Lindsay und Bernardo Bertolucci gemacht, Liebesdramen wie I AM LOVE (2009) und seinen vierfach für den Oscar nominierten CALL ME BY YOUR NAME (2017), ungewöhnliche Kriminalfilme und Thriller wie THE PROTAGONISTS (1999) und A BIGGER SPLASH (2015) – und jetzt das heiß erwartete Horrorfilm-Remake SUSPIRIA (2018), das das Film Festival Cologne als Deutschlandpremiere zeigte. Wobei es sich eher um eine radikale Neuerfindung – und Politisierung – des Originals von Dario Argento aus dem Jahr 1977 handelt. Was die Filme des 1971 geborenen Sizilianers verbindet, ist seine große Stilsicherheit und seine eigensinnige Auseinandersetzung mit Themen wie Begehren und Identität.

Mit dem von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln gestifteten und mit 25.000 Euro dotierten Filmpreis Köln werden Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen in herausragender Weise zur Weiterentwicklung der Film- und Mediensprache beigetragen haben, geehrt.

Preisträger der vergangenen Jahre:

2017 Jane Campion
2016 Claire Denis
2015 Paolo Sorrentino
2014 Lars von Trier
2013 Harmony Korine
2012 François Ozon
2011 Tarsem Singh
2010 David Lynch
2009 Roman Polanski
2008 Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne
2007 Paul Haggis