ARTIST TALK MIT LUCA GUADAGNINO

  • Freitag, 12. Oktober 2018 16:00 Uhr MAKK

Er verstehe genau, wie Kino funktioniert – und sei mutig genug, seine Visionen auch umzusetzen, sagt Tilda Swinton über Luca Guadagnino. Sie muss es wissen: Insgesamt fünfmal hat sie schon mit dem Italiener zusammengearbeitet, von seinem Spielfilmdebüt THE PROTAGONISTS (1999) bis zu SUSPIRIA (2018), der gerade beim Filmfestival von Venedig für Furore sorgte. Auf ein Genre oder eine Form ist Guadagnino nicht festzulegen. Er hat Dokumentarfilme über Künstler wie Arto Lindsay und Bernardo Bertolucci gemacht, Liebesdramen wie I AM LOVE (2009) und seinen vierfach für den Oscar nominierten CALL ME BY YOUR NAME (2017), ungewöhnliche Kriminalfilme und Thriller wie THE PROTAGONISTS (1999) und A BIGGER SPLASH (2015) – und jetzt das heiß erwartete Horrorfilm-Remake SUSPIRIA (2018), das das Film Festival Cologne als Deutschlandpremiere zeigt. Wobei es sich eher um eine radikale Neuerfindung – und Politisierung – des Originals von Dario Argento aus dem Jahr 1977 handelt. Was die Filme des 1971 geborenen Sizilianers verbindet, ist seine große Stilsicherheit und seine eigensinnige Auseinandersetzung mit Themen wie Begehren und Identität.