GHOST DOG: THE WAY OF THE SAMURAI
Ghost Dog (Forest Whitaker) lebt als Auftragskiller nach dem Ehrenkodex der Samurai. Er bewegt sich durch ein anonymes New York, dessen Mafiafiguren selbst wie Relikte aus einer vergangenen Zeit wirken. Die Einsamkeit des Protagonisten ist allgegenwärtig: Ghost Dog lebt isoliert auf einem Hausdach, kommuniziert fast ausschließlich über Brieftauben und findet nur selten flüchtige Nähe zu anderen Menschen. Jim Jarmusch inszeniert diese Einsamkeit in seiner Hommage an Jean-Pierre Melvilles LE SAMOURAÏ nicht unbedingt als Mangel, sondern als bewusste Haltung: Ghost Dog entzieht sich der lauten, chaotischen Welt und folgt einem persönlichen Moralkodex, der längst anachronistisch geworden ist. Ein meditativer Film über Ehre, Vergänglichkeit und die stille Würde des Alleinseins.











